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Qualifizierte Elektronische Signatur

Die sächsischen Finanzämter haben ab dem 1. Juli 2014 den Zugang für qualifiziert elektronisch signierte Nachrichten und Dokumente unter der Bedingung, dass die Übermittlung in einem von den Finanzämtern zugelassenen Signaturaustauschformat und an eine hierfür benannte E-Mail-Adresse erfolgt, eröffnet.

Im Folgenden beantworten wir hierzu allgemeine Fragen. Sollten Sie darüber hinaus Fragen haben, folgen Sie den Links unter »Woher bekomme ich weitere Informationen?« oder schreiben Sie eine E-Mail an signatur@lsf.smf.sachsen.de.

Was ist eine qualifizierte elektronische Signatur (qeS)?

Eine qualifizierte elektronische Signatur (qeS) ist eine fortgeschrittene elektronische Signatur, die auf einem zum Zeitpunkt ihrer Erzeugung gültigen qualifizierten Zertifikat beruht und mit einer sicheren Signaturerstellungseinheit erzeugt wird (§ 2 Nr. 3 Signaturgesetz). Sie ersetzt die eigenhändige Unterschrift mit allen rechtlichen Wirkungen. Mit der Verwendung Ihrer qeS unterschreiben Sie ein elektronisches Dokument und bestätigen, dass Sie der Absender der Nachricht bzw. der Unterzeichner des Dokumentes sind.

In welchen Fällen muss bzw. kann ich eine qeS nutzen?

Die Verwendung der qualifizierten elektronischen Signatur ist keine Pflicht. Sie können unterschriftsbedürftige Dokumente weiterhin persönlich unterschreiben und beim Finanzamt einreichen.

Für zahlreiche Schreiben (wie beispielsweise Fristverlängerungsanträge, Einsprüche etc.) ist gar keine Unterschrift erforderlich, eine qeS somit entbehrlich und eine einfache E-Mail ausreichend. Lesen Sie hierzu auch unsere »Hinweise für den Übermittlungsweg per E-Mail«.

Darüber hinaus ist für die elektronische Einreichung von Steuererklärungen das ELSTER-Verfahren vorgeschrieben.

Fälle, in denen die qeS Anwendung finden kann, sind unter anderem:

  • Lohnsteuer-Ermäßigungsanträge,
  • Anträge auf Investitionszulage,
  • Mitteilung einer Bankverbindung für Erstattungszwecke,
  • Erteilung einer Einzugsermächtigung,
  • Vollmachtsvorlage auf Verlangen gemäß § 80 Abs. 1 und 2 Abgabenordnung (AO),
  • Ablehnung von Ausschussmitgliedern gemäß § 84 Satz 2 AO,
  • Auskunftserteilung in schriftlicher Form auf Verlangen gemäß § 93 Abs. 4 Satz 2 AO,
  • Anerkennen einer Zahlungsverpflichtung gemäß § 167 Abs. 1 Satz 3 AO,
  • Antrag auf Aufteilung der Gesamtschuld gemäß § 269 Abs. 1 AO und
  • Einspruchsverzicht gemäß § 354 Abs. 2 Satz 1 AO.

Welche Signaturaustauschformate sind zulässig?

Die sächsischen Finanzämter können folgende Signaturaustauschformate prüfen:

  • PDF-Signatur gemäß Adobe-PDF-Standard (*.pdf),
  • PKCS#7 signed-data (Container: *.pk7 sowie abgesetzt: *.p7s),
  • PKCS#7 S/MIME multipart-signed (*.p7m) sowie
  • XML-Signatur (XML-DSig und XAdES).

Andere Signaturaustauschformate sind für die Übersendung qualifiziert elektronisch signierter Nachrichten und Dokumente nicht zugelassen.

An welche Adressen kann ich signierte Dokumente senden?

An folgende E-Mail-Adressen der sächsischen Finanzämter können elektronisch signierte Nachrichten und Dokumente unter Nutzung der zulässigen Signaturaustauschformate übersandt werden:

Was passiert, wenn die Signaturprüfung nicht erfolgreich war?

Sofern die Signaturprüfung nicht erfolgreich war oder Ihre Nachricht nicht gelesen werden kann, werden Sie darüber von uns umgehend informiert.

Ist auch der Zugang für verschlüsselte Dokumente eröffnet?

Nein. Verschlüsselte Nachrichten und Dokumente können vom Landesamt für Steuern und Finanzen und den Finanzämtern noch nicht verarbeitet werden.

Woher bekomme ich weitere Informationen?

Weitere Informationen zur E-Signatur erhalten Sie unter:

Marginalspalte


Symbol Elektronische Signatur

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