30.07.2020

Aktuelles: Elektronische Kassensysteme

Nichtbeanstandungsregelung bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a AO ohne zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung nach dem 31. Dezember 2019

Durch das Gesetz zum Schutz vor Manipulationen an digitalen Grundaufzeichnungen sind elektronische Aufzeichnungssysteme nach § 146a Abgabenordnung (AO) grundsätzlich ab dem 1. Januar 2020 durch eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) zu schützen. Die betroffenen Systeme werden in § 1 der Kassensicherungsverordnung (KassenSichV) abschließend aufgeführt.

Mit dem BMF-Schreiben vom 6. November 2019 wurde eine Nichtbeanstandungsregelung bei Verwendung elektronischer Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a Absatz 1 Satz 1 AO i. V. m. § 1 Satz 1 KassenSichV ohne TSE nach dem 31. Dezember 2019 beschlossen. Diese dürfen grundsätzlich längstens bis zum Ablauf des 30. September 2020 eingesetzt werden. Unter besonderen Voraussetzungen (Medieninformation des Sächsischen Staatsministeriums der Finanzen vom 15. Juli 2020) kann eine weitere Fristverlängerung bis längstens 31. März 2021 in Betracht kommen.

Unabhängig davon gilt die Belegausgabepflicht für alle elektronischen Aufzeichnungssysteme im Sinne des § 146a Absatz 1 Satz 1 AO seit dem 1. Januar 2020.

Ab 1. Januar 2020 müssten Steuerpflichtige ihr elektronisches Aufzeichnungssystem nach § 146a Absatz 4 AO grundsätzlich auch an die Finanzämter melden. Gemäß oben genanntem BMF-Schreiben ist jedoch von einer Meldung bis zum Einsatz einer elektronischen Übermittlungsmöglichkeit abzusehen. Der Zeitpunkt des Einsatzes der elektronischen Übermittlungsmöglichkeit wird im Bundessteuerblatt Teil I gesondert bekannt gegeben.

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